Impfungen in der Praxis 23
Gut geschützt – in jedem Lebensalter.
Wir prüfen Ihren Impfstatus, beraten verständlich und führen die empfohlenen Impfungen für Erwachsene sowie Impfungen für Kinder ab drei Jahren durch.
Unser Angebot
Impfberatung beginnt mit dem Impfpass.
Bringen Sie vorhandene Impfdokumente bitte zum Termin mit. Wir prüfen, was bereits vollständig ist, welche Impfung fällig wird und was sinnvoll nachgeholt werden kann. Eine begonnene Grundimmunisierung muss bei langen Abständen meist nicht neu gestartet werden.
Stand: Impfplan Österreich 2026/2027
Diese Seite beruht auf dem Impfplan Österreich 2026/2027, Version 1.0 vom 17. September 2026. Sie fasst die allgemein empfohlenen Impfungen ab 18 Jahren patientengerecht zusammen. Individuelle Risiken, Vorerkrankungen, frühere Impfungen, Schwangerschaft und Reiseziele können ein anderes Vorgehen erforderlich machen.
01
Impfstatus prüfen
Wir gleichen Impfpass und eImpfpass mit den aktuellen Empfehlungen ab und besprechen fehlende oder überfällige Impfungen.
02
Impfungen durchführen
Wir führen die üblichen Standard-, Auffrischungs- und Reiseimpfungen durch. Nicht lagernde Impfstoffe bestellen wir nach Vereinbarung.
03
Individuell entscheiden
Alter, Vorerkrankungen, Medikamente, Beruf, Kinderwunsch und Reisepläne werden bei der Empfehlung berücksichtigt.
Respektvoll beraten
Bedenken dürfen ausgesprochen werden.
Gerade seit der COVID-19-Pandemie sind bei manchen Menschen Unsicherheit, schlechte Erfahrungen oder Angst vor Nebenwirkungen zurückgeblieben. Solche Fragen werden bei uns ernst genommen und ohne Abwertung besprochen. Skepsis macht einen Menschen weder unvernünftig noch weniger willkommen.
Unsere Haltung
Wir empfehlen Impfungen klar – und respektieren Ihre Entscheidung.
Unsere Empfehlungen orientieren sich an wissenschaftlicher Evidenz und dem österreichischen Impfplan. Nach verständlicher Aufklärung entscheiden Sie selbst. Auch wenn Sie eine Impfung ablehnen, erhalten Sie bei uns dieselbe respektvolle Betreuung und medizinische Qualität.
ab 3 Jahren
Kinderimpfungen sind ein wichtiger Teil der Vorsorge.
Wir impfen grundsätzlich alle Kinder ab drei Jahren. Besonders im Kindesalter ist ein rechtzeitiger und vollständiger Schutz wichtig, weil manche Infektionen früh schwer verlaufen und versäumte Dosen später leicht übersehen werden.
Bitte bringen Sie den Impfpass und vorhandene Unterlagen mit.
Wichtig zur Verrechnung
Wir befürworten das kostenfreie Kinderimpfprogramm ausdrücklich.
Die Praxis 23 nimmt derzeit nicht am kostenfreien Kinderimpfprogramm teil. Kinder können dennoch bei uns geimpft werden; Impfstoff und Leistung sind dann privat zu bezahlen.
Wenn Sie das kostenfreie Angebot nutzen möchten, wenden Sie sich bitte an eine teilnehmende Ordination oder an das Impfservice der Stadt Wien. Entscheidend ist, dass Kinder die empfohlenen Impfungen möglichst vollständig erhalten.
Gut vorbereitet reisen
Die üblichen Reiseimpfungen decken wir gerne ab.
Für klassische Urlaubs-, Familien-, Städte- und Geschäftsreisen prüfen wir Standardimpfungen und beraten zu häufig notwendigen Reiseimpfungen. Je nach Reiseziel, Dauer, Saison, Unterkunft und Aktivitäten können beispielsweise Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut, Meningokokken oder weitere Impfungen sinnvoll sein.
Planen Sie die Beratung möglichst mehrere Wochen vor der Abreise. Auch bei kurzfristigen Reisen lohnt sich eine Anfrage, weil für manche Impfungen Schnell- oder verkürzte Schemata möglich sind.
Bei komplexen Fernreisen ist eine Tropenordination die bessere Adresse.
Für längere Rucksackreisen mit wechselnden Ländern, entlegene Regionen, Expeditionen, besondere Expositionen oder sehr spezielle Impf- und Malariafragen empfehlen wir eine spezialisierte Tropenordination. Auch eine Gelbfieberimpfung muss über eine autorisierte Gelbfieberimpfstelle erfolgen.
Ab 18 Jahren
Die wichtigsten Impfungen und Intervalle für Erwachsene.
Die Übersicht nennt die allgemein empfohlenen Schemata. Bereits erhaltene Impfungen werden angerechnet. Besondere Erkrankungen, Therapien, berufliche Risiken oder Reisen können zusätzliche Impfungen und andere Abstände notwendig machen.
Diphtherie, Tetanus, Pertussis und Polio
Die Kombinationsimpfung schützt vor Diphtherie mit möglichen schweren Organfolgen, vor lebensbedrohlichem Wundstarrkrampf, vor Keuchhusten und vor Poliomyelitis. Polio kann das Nervensystem befallen und bleibende Lähmungen verursachen.
Ohne dokumentierte Grundimmunisierung: drei Dosen; die zweite nach 1 Monat, die dritte 6 Monate nach der zweiten.
Auffrischung: bis zum vollendeten 60. Lebensjahr alle 10 Jahre, ab 60 alle 5 Jahre. In unserer Ordination verwenden wir dafür in der Regel den Vierfachimpfstoff, der auch Polio abdeckt.
FSME
FSME wird vor allem durch Zecken übertragen und kann Hirnhäute, Gehirn und Rückenmark betreffen. Lang anhaltende neurologische Folgen sind möglich. Da kein österreichisches Bundesland FSME-frei ist, wird die Impfung allen in Österreich lebenden Personen empfohlen.
Grundimmunisierung: drei Dosen. Bei FSME-Immun erfolgt die zweite nach 1–3 Monaten und die dritte 5–12 Monate später; bei anderen Impfstoffen gelten produktspezifische Abstände.
Auffrischung: erstmals 3 Jahre nach der Grundimmunisierung, danach bis 60 alle 5 Jahre und ab 60 alle 3 Jahre.
Masern, Mumps und Röteln
Masern sind extrem ansteckend und können besonders bei Erwachsenen schwere Komplikationen verursachen. Mumps kann unter anderem Hirnhautentzündung und Entzündungen der Keimdrüsen auslösen; Röteln sind in der Schwangerschaft wegen möglicher schwerer Schäden des ungeborenen Kindes besonders gefährlich.
Grundimmunisierung/Nachholen: zwei dokumentierte MMR-Lebendimpfungen im Abstand von mindestens 4 Wochen. Fehlende Dosen können in jedem Lebensalter nachgeholt werden.
Auffrischung: nach zwei dokumentierten Impfungen ist keine routinemäßige Auffrischung vorgesehen.
Varizellen
Windpocken beziehungsweise Feuchtblattern verlaufen bei Erwachsenen häufiger kompliziert als bei Kindern. Möglich sind unter anderem Lungenentzündung, Gehirn- oder Hirnhautentzündung; in der Schwangerschaft bestehen zusätzliche Risiken für Mutter und Kind.
Für nicht immune Erwachsene bis 60: zwei Lebendimpfungen, vorzugsweise im Abstand von 6 Wochen, mindestens jedoch 4 Wochen.
Auffrischung: nach vollständiger Impfserie keine routinemäßige Auffrischung. Eine Schwangerschaft soll nach der Impfung 1 Monat vermieden werden.
Keine Panik: Wenn du geimpft wurdest und erst danach gemerkt hast, dass du bereits schwanger warst, ist das kein Grund für einen Schwangerschaftsabbruch.
Hepatitis A
Hepatitis A wird vor allem über verunreinigte Lebensmittel, Wasser oder engen Kontakt übertragen. Sie heilt zwar in der Regel aus, verläuft bei Erwachsenen aber häufig deutlich schwerer und kann besonders bei bestehenden Lebererkrankungen gefährlich werden.
Grundimmunisierung: zwei Dosen; die zweite mindestens 6 Monate nach der ersten. Eine Kombination mit Hepatitis B ist möglich.
Auffrischung: bei vollständiger Grundimmunisierung und normaler Immunlage ist von einem Schutz über zumindest 30 Jahre auszugehen; eine routinemäßige Auffrischung ist derzeit nicht vorgesehen.
Unsere Empfehlung: Ist wegen einer fortbestehenden Hepatitis-B-Indikation eine Auffrischung erforderlich oder der Hepatitis-A-Schutz unklar, prüfen wir, ob eine kombinierte Impfung gegen Hepatitis A und B sinnvoll ist.
Hepatitis B
Hepatitis B wird über Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Eine chronische Infektion kann zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen.
Empfehlung: fehlende Grundimmunisierung kann in jedem Alter nachgeholt werden und ist allgemein bis zum vollendeten 60. Lebensjahr empfohlen.
Grundimmunisierung: drei Dosen; die zweite 1 Monat nach der ersten, die dritte 5–11 Monate nach der zweiten.
Auffrischung: nach vollständiger Grundimmunisierung nur bei besonderer Indikation.
HPV
Humane Papillomaviren sind sehr häufig und können Genitalwarzen sowie Krebsvorstufen und Krebs unter anderem an Gebärmutterhals, Penis, Anus, Vulva, Vagina und im Mund-Rachen-Raum verursachen. Die Empfehlung gilt unabhängig vom Geschlecht.
Bis zum 30. Geburtstag: zwei Dosen im Abstand von 6–12 Monaten.
Ab 30: die Impfung ist weiterhin möglich und individuell sinnvoll; empfohlen werden drei Dosen, die zweite nach 1–2 Monaten und die dritte 6–8 Monate nach der zweiten.
Auffrischung: derzeit keine routinemäßige Auffrischung vorgesehen.
Pneumokokken
Pneumokokken können Lungenentzündung, Blutvergiftung und Hirnhautentzündung verursachen. Das Risiko schwerer Erkrankungen nimmt im höheren Alter und bei bestimmten Grunderkrankungen zu.
Allgemeine Empfehlung ab 60: einmalige Impfung mit dem für Erwachsene empfohlenen Konjugatimpfstoff PCV21.
Auffrischung: derzeit ist noch nicht festgelegt, ob oder wann nach PCV21 eine weitere Impfung erforderlich ist. Frühere Pneumokokken-Impfungen werden individuell berücksichtigt.
Herpes Zoster
Gürtelrose entsteht durch die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus. Besonders belastend können starke Nervenschmerzen sein, die über Monate anhalten.
Allgemeine Empfehlung ab 60: zwei Dosen des Totimpfstoffs im Abstand von 2–6 Monaten.
Bei besonderem Risiko: bereits ab 18 möglich und empfohlen.
Auffrischung: derzeit keine weitere Auffrischung vorgesehen.
RSV
Das Respiratorische Synzytial-Virus verursacht Atemwegsinfektionen und kann besonders im höheren Alter oder bei schweren Grunderkrankungen zu Erkrankungen der unteren Atemwege und Krankenhausaufenthalten führen.
Allgemeine Empfehlung ab 60: einmalige Impfung.
Bei besonderem Risiko: altersunabhängig ab 18 möglich.
Auffrischung: ob weitere Impfungen notwendig werden, ist derzeit noch Gegenstand laufender Untersuchungen.
Influenza
Die echte Grippe ist keine gewöhnliche Erkältung. Sie kann in allen Altersgruppen schwer verlaufen und zu Lungenentzündung, Krankenhausaufenthalt und weiteren Komplikationen führen.
Schema: für Erwachsene eine Impfung pro Saison, idealerweise Mitte Oktober oder im November. Die jährliche Impfung wird allen Erwachsenen empfohlen und ist besonders wichtig ab 60, in der Schwangerschaft und bei chronischen Erkrankungen.
COVID-19
COVID-19 kann als Erkrankung mehrerer Organsysteme verlaufen. Das Risiko für einen schweren Verlauf steigt besonders mit höherem Alter, bestimmten Vorerkrankungen, Immunsuppression und in der Schwangerschaft.
Schema 2026/2027: eine saisonale Impfung, bevorzugt im Spätsommer oder Herbst. Empfohlen ab 12 Jahren für alle, die ihr Risiko für einen schweren Verlauf reduzieren möchten; besonders empfohlen ab 60 und bei erhöhtem Risiko.
Abstand: mindestens 6 Monate zur letzten Infektion oder Impfung; ohne besondere Risiken etwa 12 Monate.
Gezielt untersuchen
Titerkontrollen: sinnvoll eingesetzt statt routinemäßig bestimmt.
Antikörperwerte können bei einzelnen Impfungen wichtige Fragen beantworten. Sie sind aber kein allgemeiner Ersatz für einen dokumentierten Impfpass und bilden den tatsächlichen Schutz nicht bei jeder Impfung zuverlässig ab.
Wann eine Kontrolle sinnvoll sein kann.
- Hepatitis B: bei fortbestehender besonderer Indikation zur Kontrolle des Impferfolgs, bevorzugt 6 Monate, möglich ab 4 Wochen nach der dritten Dosis.
- Hepatitis A: wenn ein unklarer Immunstatus konkret geklärt werden soll; nach regelrechter Grundimmunisierung ist eine Routinekontrolle nicht erforderlich.
- Diphtherie und Tetanus: nach sehr langen Impfabständen von mindestens 20 Jahren kann eine Kontrolle nach der Auffrischung sinnvoll sein.
- Masern und Röteln: in besonderen Situationen, etwa bei schwerer Immunsuppression, in medizinischen Hochrisikobereichen oder bei Ausbrüchen.
Ein Laborwert beantwortet nicht jede Impffrage.
Bei vielen Impfungen ist eine routinemäßige Antikörperkontrolle weder notwendig noch hilfreich. Ein dokumentiertes vollständiges Impfschema ist häufig aussagekräftiger als ein Einzelwert.
- FSME: Titerbestimmungen sind weder notwendig noch empfohlen; gewöhnliche Tests können durch Kreuzreaktionen irreführend sein.
- COVID-19: Antikörpertests erlauben keine verlässliche Aussage darüber, wie gut oder wie lange der Schutz gegen aktuell zirkulierende Varianten anhält.
- Weitere Impfungen: Kontrollen sind vor allem bei unklarer Grundimmunisierung, Immunsuppression oder einer besonderen beruflichen beziehungsweise medizinischen Fragestellung sinnvoll.
Titerkontrollen führen wir direkt in unserer Ordination durch.
Nach persönlicher Beratung nehmen wir das Blut ab und beurteilen das Ergebnis gemeinsam mit Impfpass, dokumentierter Grundimmunisierung und Ihrer individuellen Risikosituation. So vermeiden wir sowohl unnötige Laboruntersuchungen als auch übersehene Impflücken.
Sicher planen
Impfungen sind auch bei Allergien meist möglich.
Entscheidend ist, zwischen häufigen Allergien und einer tatsächlichen Reaktion auf einen Impfstoff oder einen seiner Bestandteile zu unterscheiden. Bitte teilen Sie uns bekannte schwere Reaktionen bereits bei der Terminvereinbarung mit.
Allergien sind meist kein Hindernis.
Menschen mit Pollen-, Hausstaubmilben- oder Nahrungsmittelallergien können und sollen grundsätzlich nach den üblichen Empfehlungen geimpft werden. Auch Asthma, atopische Erkrankungen in der Familie oder eine Penicillinallergie sind keine allgemeinen Gegenanzeigen.
Nach einer dokumentierten allergischen Reaktion auf eine frühere Impfung oder bei bekannter Allergie gegen einen Impfstoffbestandteil planen wir das Vorgehen individuell. Je nach Reaktion können eine allergologische Abklärung, ein anderer Impfstoff und eine verlängerte Nachbeobachtung notwendig sein.
Hühnereiweißallergie im Besonderen.
MMR-, Influenza-, Tollwut- und FSME-Impfstoffe werden nach der österreichischen Empfehlung auch von Menschen mit manifester Hühnereiweißallergie in der Regel vertragen und können unter Beobachtung verabreicht werden.
Eine wichtige Ausnahme ist die Gelbfieberimpfung: Ihr Eiweißgehalt kann klinisch relevant sein. Wenn diese Impfung unbedingt notwendig ist, soll vorab eine allergologische Abklärung erfolgen; die Durchführung gehört in eine entsprechend erfahrene beziehungsweise autorisierte Stelle.
Nach der Impfung
Impfreaktionen einordnen und ernst nehmen.
Die meisten Beschwerden sind vorübergehende Zeichen der Immunreaktion. Wichtig ist, erwartbare Reaktionen von ungewöhnlichen oder behandlungsbedürftigen Beschwerden zu unterscheiden.
Was nach einer Impfung häufig normal ist.
Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Impfstelle, Müdigkeit, Mattigkeit, Kopf- oder Gliederschmerzen, Übelkeit sowie eine erhöhte Temperatur können auftreten. Diese Reaktionen dauern meist 1–3 Tage. Eine stärkere Schwellung kann vereinzelt 3–5 Tage anhalten.
Bei manchen Lebendimpfstoffen können milde Reaktionen wie ein leichter Ausschlag erst 1–3 Wochen später auftreten. Auch das Fehlen solcher Reaktionen bedeutet nicht, dass die Impfung nicht wirkt.
Wir sind auch bei kleinen Unsicherheiten für Sie da.
Bitte melden Sie sich bei ungewöhnlich starken, zunehmenden oder länger anhaltenden Beschwerden – oder einfach dann, wenn Sie sich unsicher fühlen. Wir nehmen jede Reaktion ernst und klären gemeinsam, ob eine Untersuchung oder Behandlung notwendig ist.
Bei Atemnot, Schwellungen im Gesichts- oder Halsbereich, Kreislaufproblemen oder Bewusstseinsstörungen rufen Sie sofort 144.
Unangenehm darf ernst genommen werden.
Impfreaktionen können unangenehm und vorübergehend durchaus belastend sein. Bei den empfohlenen Impfungen überwiegt der erwartete Schutz vor Erkrankung und möglichen Folgeschäden die bekannten Risiken deutlich. Vermutete Nebenwirkungen, die über das erwartbare Ausmaß hinausgehen, klären wir medizinisch ab und melden sie entsprechend den gesetzlichen Vorgaben an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen.
Kinderwunsch und Schwangerschaft
Der richtige Zeitpunkt schützt Mutter und Kind.
Idealerweise wird der Impfstatus schon bei Kinderwunsch geprüft. Manche Impfungen sollen vor der Schwangerschaft abgeschlossen sein, andere werden gerade während der Schwangerschaft empfohlen.
Vor einer Schwangerschaft
Den Impfschutz möglichst vorher vervollständigen.
Besonders wichtig sind:
- Masern-Mumps-Röteln: zwei dokumentierte Impfungen beziehungsweise geklärte Immunität; mindestens 1 Monat Abstand zur Empfängnis.
- Varizellen: bei fehlender Immunität zwei Impfungen; mindestens 1 Monat Abstand zur Empfängnis.
- Diphtherie-Tetanus-Pertussis und gegebenenfalls Polio nach dem üblichen Schema.
- Influenza bei Kinderwunsch während der Influenzasaison.
In der Schwangerschaft
Diese Impfungen sind ausdrücklich empfohlen.
- Pertussis: in jeder Schwangerschaft, idealerweise in der 27.–36. Schwangerschaftswoche – unabhängig vom Abstand zur letzten Pertussis-Impfung; Tetanus und Diphtherie sind im Kombinationsimpfstoff enthalten.
- Influenza: als Totimpfstoff während der Saison, dringend im 2. oder 3. Trimenon; bei unmittelbar bevorstehender Grippewelle auch im 1. Trimenon.
- COVID-19: im Herbst mit einem mRNA-Impfstoff.
- RSV: einmalig mit Abrysvo, wenn der Geburtstermin zwischen Oktober und März liegt; 4–8 Wochen vor dem Geburtstermin, meist in der 32.–36. Schwangerschaftswoche. Zu Pertussis sollen mindestens 2 Wochen Abstand liegen.
- Lebendimpfstoffe wie MMR und Varizellen sind während der Schwangerschaft grundsätzlich nicht vorgesehen.
Persönliche Empfehlung
Welche Impfung für Sie passt, klären wir gemeinsam.
Eine Website kann Ihren Impfpass, Vorerkrankungen und Ihre persönliche Situation nicht vollständig abbilden. Für eine konkrete Empfehlung bringen Sie bitte vorhandene Impfdokumente und – bei Reiseimpfungen – Reiseziel, Reisedauer und geplante Aktivitäten mit.
Offizielle Grundlage dieser Übersicht.
Fachliche Grundlage sind der Impfplan Österreich 2026/2027 und die dazugehörige Empfehlung Impfungen bei Allergien. Kurzfristige Änderungen des Nationalen Impfgremiums können einzelne Angaben überholen.
Zuletzt fachlich geprüft: 19. September 2026 · Fachlich verantwortlich: Dr. Helmut M. Steinbrecher MSc. BSc.
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Impfpass prüfen und Termin vereinbaren.
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