Schnell informiert Urlaub & Impfstoffe

Auf einen Blick

Was aktuell wichtig ist.

Schließzeiten und Impfstoffstatus.

Ordinationszeiten

Nächste Ordinationsschließung

21.–31. Dezember 2026

In diesem Zeitraum bleibt die Praxis 23 geschlossen.

Vertretung nach Terminvereinbarung:
Dr. Peter Müller
Lehmanngasse 23/11, 1230 Wien
01 865 78 49

Weitere Ordinationsschließungen sind derzeit nicht geplant.

Stand: 12. September 2026

Impfstoffe

Impfstoffe in der Ordination

  • Herpes Zoster: ausreichend lagernd
  • Pneumokokken: ausreichend lagernd
  • Influenza ab 60: erste Lieferung voraussichtlich ab 21. September 2026
  • Influenza für Kinder und Erwachsene: erste Lieferung voraussichtlich ab 23. Oktober 2026
  • Nasaler Influenza-Impfstoff für Kinder: derzeit nicht ausreichend bestellbar

Bestände können sich kurzfristig ändern. Bei einem gezielten Impfwunsch fragen Sie bitte vorab per E-Mail nach.

Stand: 12. September 2026

Wissen & Aktuelles

Blutdruck richtig messen: 7 häufige Fehler bei der Blutdruckmessung zu Hause

Fachlich verantwortlich: Dr. Helmut M. Steinbrecher MSc. BSc. Veröffentlicht: Zuletzt geprüft:
Blutdruck richtig messen: 7 häufige Fehler bei der Blutdruckmessung zu Hause

Blutdruckmessgeräte gehören heute in viele Haushalte. Das ist sinnvoll – vor allem bei bekanntem Bluthochdruck oder wenn auffällige Werte kontrolliert werden sollen. Wichtig ist aber: Ein einzelner Blutdruckwert sagt oft wenig aus. Blutdruck schwankt im Tagesverlauf und wird unter anderem durch Bewegung, Stress, Kaffee, Schmerzen oder eine falsche Messtechnik beeinflusst. Entscheidend ist daher nicht, möglichst oft zu messen, sondern richtig und unter vergleichbaren Bedingungen.

Wie misst man den Blutdruck zu Hause richtig?

Vor der Messung sollten Sie einige Minuten ruhig sitzen. Rücken und Arm sollten abgestützt sein, beide Füße stehen am Boden. Die Manschette wird am unbekleideten Arm angelegt und sollte ungefähr auf Herzhöhe liegen. Während der Messung bitte nicht sprechen oder sich bewegen. Kaffee, Nikotin, Sport oder körperliche Belastung unmittelbar vor der Messung können das Ergebnis beeinflussen.

1. Direkt nach Bewegung oder Stress messen

Wer gerade Stiegen gestiegen ist, sich geärgert hat oder Schmerzen hat, kann vorübergehend deutlich höhere Werte haben. Deshalb: Einige Minuten ruhig sitzen und erst danach messen.

2. Falsch sitzen

Für möglichst vergleichbare Werte sollten Rücken und Arm abgestützt sein. Die Füße stehen am Boden, die Beine sollten nicht überkreuzt werden. Gerade bei Verlaufskontrollen ist eine ähnliche Messsituation wichtig.

3. Die Manschette passt nicht richtig

Die Manschette sollte direkt am Arm und nicht über dicker Kleidung angelegt werden. Auch die Größe ist wichtig: Eine zu kleine oder zu große Manschette kann das Messergebnis verfälschen.

Oberarm oder Handgelenk: Welches Blutdruckmessgerät empfehle ich?

Ich persönlich empfehle den meisten Patientinnen und Patienten ein validiertes automatisches Blutdruckmessgerät mit Oberarmmanschette. Das ist auch eine persönliche Präferenz aus dem Ordinationsalltag. Bei Handgelenksgeräten habe ich wiederholt unplausible Messreihen gesehen. Gerade dort ist die genaue Position des Handgelenks auf Herzhöhe besonders wichtig. Das bedeutet nicht, dass jedes Handgelenksgerät ungenau ist. Auch damit können bei korrekter Anwendung gute Messungen möglich sein.

Wenn nichts gegen eine Oberarmmessung spricht, bevorzuge ich persönlich aber ein validiertes Oberarmgerät.

4. Der Arm liegt nicht auf Herzhöhe

Der Arm sollte während der Messung entspannt auf einer Unterlage liegen. Besonders bei Handgelenksgeräten ist die richtige Höhe wichtig. Schon eine ungünstige Position kann die Werte beeinflussen.

5. Während der Messung sprechen

Sprechen, Telefonieren oder Bewegung können das Ergebnis verändern. Die wenigen Sekunden während der Messung sollten daher tatsächlich in Ruhe verbracht werden.

6. Einen einzelnen Wert überbewerten

Der Blutdruck verändert sich laufend. Deshalb ist eine Messreihe meist aussagekräftiger als ein Einzelwert. Für eine strukturierte Kontrolle können beispielsweise morgens und abends jeweils zwei Messungen mit kurzem Abstand durchgeführt und dokumentiert werden.

7. Wegen eines hohen Wertes immer wieder messen

Ein hoher Wert kann verunsichern. Wer daraufhin alle zwei Minuten erneut misst, wird häufig zunehmend nervös – und möglicherweise steigt dadurch auch der Blutdruck. Ein unerwartet hoher Wert sollte zunächst nach kurzer Ruhe korrekt kontrolliert werden. Blutdruckmedikamente sollten aufgrund einzelner Werte nicht eigenständig verändert werden, sofern kein anderes Vorgehen ärztlich vereinbart wurde.

Welcher Blutdruck ist zu Hause zu hoch?

Bei Heimmessungen gilt ein durchschnittlicher Blutdruck ab etwa 135/85 mmHg als erhöht. Entscheidend ist dabei der Durchschnitt mehrerer korrekt durchgeführter Messungen – nicht ein einzelner Wert. Welcher Zielwert individuell sinnvoll ist, hängt außerdem von Alter, Begleiterkrankungen, Medikamenten und dem persönlichen Herz-Kreislauf-Risiko ab.

Was tun bei sehr hohem Blutdruck?

Bei einem unerwartet hohen Wert zunächst einige Minuten ruhig sitzen und korrekt nachmessen. Bei wiederholt sehr hohen Werten höher als 160/100 sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Treten gleichzeitig Beschwerden wie Brustschmerzen, Atemnot, Lähmungserscheinungen, Sprach- oder Sehstörungen oder Verwirrtheit auf, kann ein medizinischer Notfall vorliegen. In diesem Fall sollte die Rettung über 144 verständigt werden.

Fazit: Beim Blutdruck zählt der Verlauf

Die Blutdruckmessung zu Hause kann sehr hilfreich sein – vorausgesetzt, sie wird korrekt durchgeführt. Wichtig sind vor allem:

  • einige Minuten Ruhe vor der Messung,
  • eine passende Manschette,
  • der Arm auf Herzhöhe,
  • während der Messung nicht sprechen,
  • mehrere Werte dokumentieren statt einzelne Zahlen überzubewerten.

Wenn Ihre Werte wiederholt erhöht sind oder Ihnen Ihre Messungen unplausibel vorkommen, können Sie Ihr eigenes Blutdruckmessgerät gerne zum Termin mitbringen. So lassen sich Gerät, Manschette und Messtechnik gemeinsam überprüfen.